Samstag, 30. Januar 2010

Nun heiß mich laufen...

...und ich werde mich an Unmögliches wagen! (aus Shakespeares "Julius Cäsar")

Ich bin für die Bieler Lauftage und den 100km-Lauf gemeldet.

Mit fast vier Monaten Trainingsrückstand fange ich nun an, dem Winterwetter zu trotzen und mich durch den Ultratrainingsplan zu wurschteln, um mich auf mein wahrscheinlich letztes großes Laufevent vorzubereiten. Beides ist nicht einfach. Zum einen machen erhebliche Schneefälle und Temperaturen zwischen Minus 10 und Minus 20 Grad das Training um vieles schwerer bis unmöglich, und zum anderen muss ich die lange Pause erst einmal wieder aufholen. Ich fange also bei 0,5 an. Dennoch, Trainingsunlust und schwere Beine sind Quark von gestern. Disziplin und ein Ziel vor Augen treiben mich nun wieder mitten in der Nacht aus dem Bett. Hart wie Kruppstahl zeige ich den Windböen, die die Temperaturen noch einmal auf gefühlte Minus 50 Grad herabsetzen, wer die Stärkere ist. Vereiste Straßen? Pah - für eine im Ausdruckstanz geübte Langstrecklerin überhaupt kein Problem (wehe ich sehe diese Verrenkungen, die einen schweren Sturz mit üblen Kopfverletzungen vermeiden konnten irgendwann auf Youtube!!). Auch drei Meter hohe Schneewehen auf den Feldwegen rund um Malchow sind kein Problem. Man muss eben immer einen kleinen Spaten mitführen, um sich wieder ausbuddeln zu können. Jetzt weiß ich, wozu man auch in der Stadt hin und wieder ein Lawinenortungsgerät mitführen sollte. Kurz: Kerstin is back on the road!!!