Nein, ich habe dem Laufsport nach der Fielmann-Schlappe nicht abgeschworen. Im Gegenteil. Auf der Suche nach einem meinen Leistungsverhältnissen angemessenen Trainingsplan für die letzten acht Wochen vor dem Jahreshighlight stolperte ich visuell über einen Trainingsplan für einen 100km-Lauf. Das Training besteht aus vier bis fünf Einheiten pro Woche (wie angenehm), die Tempoeinheiten beschränken sich auf zwei bis drei Intervalle über maximal 3km mit einer Geschwindigkeit von 5:45min/km (mein Lockerlauftempo) und ansonsten besteht der Plan aus langen, seeeeehhhhr langen und langsamen Läufen (max. 50km) . Also wie maßgeschneidert für einen Schneckenlangläufer wie mich. In der Mitte des Planes prangt eine dickgedruckte Zeile: Trainingsmarathon! Und just in diesem Moment schiebt mir Volkslaufneuling Christian einen Flyer vom Spreewaldmarathon unter die Nase. Vielversprechende Veranstaltung, offenbar gut durchorganisiert, flache und asphaltierte Strecke, die in zwei Halbmarathonetappen zu absolvieren ist (also wieder mit Aussteigeroption), Zuschauer und Musik an der Strecke werden quasi versprochen. An den zahlreichen Verpflegungspunkten alle drei Kilometer werden Essigwasser und Gurkenhäppchen gereicht, natürlich alles regional hergestellte Produkte. Am Ende erhält jeder Läufer als lebenserhaltende Maßnahmen eine original Spreewälder Senfgurke zwischen die ausgetrockneten Lippen gesteckt. Gesunde Kohlehydrate, sozusagen. Ich habe nicht lange gezögert und mich spontan für eine Gebühr, die dem des Berlin-Marathons durchaus das Gurkenwasser reicht, angemeldet. Und werde hoffentlich in vier Wochen stolze Besitzerin einer gusseisernen, die Halswirbel gefährdend schweren Gurkenmedaille sein.
Ich freue mich drauf!!!
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